Loslassen

Nachdem meine Mutter nun schon 9 Monate tot ist, war es an der Zeit los zu lassen. Ich habe sie Jahrelang umsorgt, lebe jetzt in ihrer Wohnung, zwar renoviert, aber ich hörte immer noch ihre Gehstöcke oder sah sie sitzen.

„Du bist wie Deine Mutter“ hörte ich öfter, das erschwerte mir das los lassen sehr. Bis ich mich auf meine NLP Ausbildung entsinnte und mir folgenden Satz zurecht legte: „Wenn du damit meinst, dass ich genau so gütig, liebevoll oder ähnliches bin – dann hast Du recht. So bin ich gewappnet, sehe meine Mutter auch wieder in anderem Licht.

Somit begann ich einen Abschiedsbrief an meine Mutter zu schreiben: Mama, ich lass  Dich los, Dich in den anderen Bereich gehen, wo Du Papa treffen wirst und übergebe Dir die Verantwortung für Dich zurück, die ich länger schon getragen hatte, Leb wohl.

Mir schien, ich gewann wieder mehr Energie, mehr Konzentration auf mich selber und fing an Bilder zu gestalten. Erst unruhige Bilder, die langsam immer mehr Ruhe und Frieden ausstrahlten. Letzte Nacht schaffte ich ein, für mich gesehen, lustiges Bild. Das Gestaltung von Bildern und das Schreiben halfen mir.

Ich habe gelernt los zu lassen.

Lebenslust

Lebenslust erstellt von Stephanie Maltzan

 

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