Ich schaffe alles was ich will aus „Momentaufnahmen

Mein Vater

Das habe ich von meinem Vater gelernt, der leider viel zu früh von uns ging. Er gab niemals auf – trotz zwei Beinprothesen (er verlor beide Beine im Krieg). Er sprang sogar Seilchen mit uns, obwohl er damals diese schweren Prothesen trug. Er besorgte uns alte ausgemusterte Schulbänke, damit wir auf unserem Hof Schule spielen konnten. Er bastelte selber Musikinstrumente. Er baute uns ein Nest, nahm viel Geld dafür auf. Er arbeitete jeden Tag mit Singen und Pfeifen in seiner Schusterwerkstatt.
Er gab niemals auf. Ich hoffe, er ist ein wenig stolz auf mich, weil ich ihm nacheifere – meinem Vater.

Er

Er gab mir die ersten Streicheleinheiten
wenn ich weinte
Er sah mit viel Humor,
mein erstes Stolpern ins Leben.
Er lehrte mich nie aufzugeben,
wenn meine Versuche misslangen

Er war trotz seiner Beinprothesen
mein Lehrer beim Seilchen springen
Er tröstete mich
bei meinem ersten Liebeskummer
Er half mauern, streichen, tapezieren
In meinem neuen Haus.

Er half auch immer bei akuter Geldnot
Die Bank hat ja genug, sagte er.
Er hatte immer ein offenes Ohr
Für seine Kunden in der Werkstatt
Er half stolz seinen Enkeln
Beim Bauen von Pfeil und Bogen.

Er war Vater, Opa und Schuster,
mit Leib und Seele – oft ein Schelm
Er liebte das Leben, trotz Wunden
Er war und ist mein VATER.

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Lebensfreude Bella und mein Oldie

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Begegnung im Pflegeheim 31.5.2017

Es sind die Begegnungen mit Menschen, die einen Tag „rund“ machen.  Heute war es ein zufälliges Gespräch im Vorraum des Pflegeheimes, in dem ich meine 90 jährige Tante besuche. Mein Mann und unsere Bella  warten dort im Cafe auf mich. Beide kennt man dort gut. Mein Mann wird dort von der netten Bedienung gut versorgt, während Bella lieben Worten einiger Bewohner gerne nachkommt und sie begrüßt. Beide Seiten haben dann große Freude.

Heute beim Verlassen des Cafes bemerke ich eine feine alte Dame, die irgendwie sehnsüchtig nach Bella schaut. „Ich sage zu Bella, geh mal guten Tag sagen und Bella geht freudig zu ihr rüber in Erwartung eine streichelnder Hand. „Darf ich sie streicheln? Während ihre Hand schon das weiche Fell zerwühlt.  Sie lächelt glücklich. Ich hatte auch mal einen Hund und fünf Hühner. Die setzten sich abends beim Lüften immer auf den Rahmen des Schlafzimmerfensters. Erzählt sie lachend. Sie trägt einen außergewöhnlich schönen Ring mit einem türkisblauen Stein. „Der ist wunderschön, sage ich bewundernd. Und sie fängt an zu erzählen, sie will erzählen und ich höre ihr zu. Sie hatte ein tolles Leben mit viel Schmuck, viele Reisen, kannte viele prominente Leute. Ihr Gesicht leuchtet. Ich erzählte ihr von meiner Traumreisenmuschel und sagte: Ihre Muschel ist aber voller tollen und schöner Erinnerungen nebst einer langen glänzenden Perlenkette. Sie sind eine reiche Frau. Jede Perle an Ihrer Kette ist eine dieser Erinnerungen. Sie nickt. Ich schaue zu meinem Mann; der mir zunickt. „Ich komme wieder die Tante besuchen, dann sehen wir uns und können uns noch ein wenig unterhalten. sage ich. „Danke für das nette Gespräch, sagt die Dame strahlend.

Das waren ca. 5 Minuten, die uns beiden gut taten.

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Auszug aus meinem Büchlein „Momentaufnahmen

Ungeduldig wartend stand sie am Bahnhof. Jetzt soll er einfahren, der Zug, der ihr den Mann ihrer Träume bringt. Der Mann, den sie vor vielen Jahren in der Kur im Schwarzwald kennen gelernt hatte und der sich tief in ihr Herz geschlichen hat. Es war kalt und zugig am Bahnsteig, aber im Herzen spürte sie ein wärmendes Gefühl. Wie mag er aussehen? Und ob es ihm bei mir überhaupt gefällt? Er ist doch viel mehr Luxus gewöhnt! Ach was, Hauptsache er kommt erst mal. So liefen ihre Gedanken im Kreis.

 

Da von weit vorne erschienen die Lichter der Zugmaschine, die ihn zu ihr brachte. Ihr Blick sog die heranbrausenden Lichter regelrecht herbei. Ein starker Windzug, den der Zug mitbrachte, fuhr durch ihren Mantel. Mit lautem Quietschen kam der Zug zum Stehen. Türen öffneten sich und eine Menschenflut ergoss sich, um sich am Bahnsteig zu verteilen. Hastig strebten alle dem Ausgang zu. In diesem Gewühle suchten ihre Augen ihn, den sie so so sehr herbei gesehnt hatte. Kam er dort hinten? Nein, das war er nicht.

Endlich entdeckte sie ihn. Mit langem Mantel, einen Koffer in der Hand, kam er ihr mit suchendem Blick entgegen. Jetzt hatte er sie entdeckt und auf seinem Gesicht entstand das schelmische Lächeln, das sie so sehr an ihm liebte. Er stellte den Koffer ab und nahm sie in die Arme. Schmal war er geworden und so blass, stellte sie fest.

 

Du bist da … endlich!

09.01.2004

Die Uhr tickt
Viel zu langsam
Scheint mir
Aufregung
In meinem Herzen
Grummeln
In meinem Bauch

Die Uhr tickt
Nun ist es Zeit
Ein dumpfes Brausen
quietschende Räder
Wildes Klopfen
In meinem Herzen
Erhöhen den Puls.

Gedankenfetzen
Wirbeln durcheinander
Wie Blätter im Herbstwind
Bildsequenzen
Huschen schemenhaft
Durchs neblige Gehirn
Glücksperlen
Steigen immer höher
Gleich Luftblasen im Glas.

Du bist da – endlich!

 

 

 

 

„Du bist da, endlich“, sagte sie verlegen, „Wie war die Fahrt?“ „Es war sehr voll im Zug, ich mag die Großraumabteile nicht besonders, aber ich wollte zu Dir.“

 

„Dann komm schnell.“ Sie nahm ihn am Arm und führte ihn zu ihrem Auto. Er half ihr, Kavalier wie immer, beim Einsteigen. Die erste Strecke im Auto fuhren sie fast wortlos, trotz der fast spürbaren Spannung. Zaghaft frage sie ihn:“ Kommst Du als Freund oder als Gast?“

Erstaunt sah er sie an: „Wo ist der Unterschied, ich verstehe nicht?“ „Na, als Gast schläfst Du im Gästezimmer.“ Und schaute ihn schelmisch dabei an. „Und als Freund?“. „Hmm, als Freund schläfst Du bei mir!“ erwiderte sie verlegen, aber mutig. Sie wollte wissen, woran sie bei ihm war. Er schaute sie lieb an: „Ich möchte kein Gast sein!“

 

Erleichtert trat sie das Gaspedal stärker durch, um schnell mit ihm daheim zu sein.

 

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Welcome back nach dem Schlaganfall Steffi

Zwei gleichaltrige Freundinnen sind voraus gegangen – ich hatte viel Glück und bin sehr dankbar für die geschenkte Zeit.

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WIR

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Regierung, Politik

WIR sindUnsere Regierung, d.h. unsere gewählten Politiker haben eine gemeinsame Aufgabe übernommen. Davon sieht und hört man noch weniger als in früherern Jahren. Sie ziehen nicht an einem Strang, werfen sich negative und unsachliche Bemerkungen zu, die uns als Bürger verunsichern.
Fakt: Dies Verhalten führt dazu, dass viele Wähler eine Richtung einschlagen, die unserem Land nicht zuträglich ist.
Den Bürgern fehlt eine sachliche Information seitens der Regierung.

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Impressionen aus Kerpen Türnich – Wie schön ist es bei uns!

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Herbst

Unsere Herbstfamilie hat Einzug gehalten. Die Natur gab die Zutaten dazu.

 

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Katzi ist jetzt bei Mama

Mama hat ihre Katzi zu sich geholt. Heute morgen lag sie friedlich auf dem Weg zum Mühlenbach. Sie war schon einige Zeit nicht mehr richtig gesund, 14 Jahre war sie alt, eine Freigängerin mit Dickkopf. Nichts hielt sie in der Wohnung, nicht einmal im Winter. Wir haben draußen mehrere warme Plätzchen geschaffen, aber sie liebte die Freiheit.
Warum nimmt mich das so mit, habe ich mich gefragt.Ich glaube, dass es die Handlung ist, ein totes Lebewesen hoch zu heben und später zu beerdigen. Das machen wir bei unseren Lieben nicht, das erledigen andere für uns.
Die Handlung war es und die Frage: Habe ich alles für sie getan?
Leb wohl, grüß Mama lieb.

katzi

Ganz liebe Kommentare, da sagt man in Facebook gibt es keine Freunde: Danke allen, ich bin gerührt.

Anna :  das tut mir sooo leid …fühl dich gedrückt

Stephanie Maltzan Sie war so lieb, hat nie gekratzt, nichts kaputt gemacht. Drei Jahre haben wir sie nach Mama alleine versorgt.. Danke
Jetzt glaube ich es zu wissen, das war die lebende Erinnerung an meine Mutter, die jetzt auch weg ist…..Es war doch NUR eine Katze stimmt hier nicht. Sie war mehr für mich.

Brigitte : Ich glaube auch, sie war noch ein Stück Oma! Aber jetzt hat Oma wieder ihre Katzi

Sylvia: liebe Stephanie, ich bin überzeugt das du alles richtig gemacht hast. Es nimmt dich so mit weil du ein so gutes Herz hast und dich verbunden gefühlt hast. Und genau dort in deinem Herzen haben Mama und Katzi immer einen Platz. Du hast Katzi alles gegeben was sie brauchte. Biggi hat es schon gesagt, beide sind wieder zusammen.

Petra: Drücke Dich und bin auch davon überzeugt das Du alles richtig gemacht hast.
Katzi wünsche ich eine gute Reeise.

Stephanie Maltzan Danke euch allen, es tut so gut Eure Worte und Anteilnahme zu spüren-. ich glaube auch, dass es jetzt der endgültige Abschied von meiner Mutter ist.. Ich kann jetzt richtig loslassen.

Bea: bin in Gedanken an deiner seite,..katzi hatte ein laanges und erfülltes Leben sie genoss die Freiheit,.den frühlingsduft,.die wintersonne,..denn Sommerregen,..nun hat sie sich auf den weg gemacht,..in aller stille und in der Freiheit die sie so liebte,. auf den weg zu deiner mutter,.um wieder mit ihr vereint zu sein,.du/ Ihr habt euer mögliches getan das katzi dieses leben geniessen konnte,..denkt an die gemeinsame zeit und die stunden mit katzi zurück,.alles liebe und viel kraft, du trägst sie für immer in deinem herzen und das zählt fühl dich umarmt

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